HALLO! Wir, die Klimabotschafter der Ursulaschule Osnabrück, haben uns vorgenommen, die Stadt Osnabrück von Plastiktüten zu befreien. Dies soll bis Ende 2017 geschehen. Warum wir das tun? Plastiktüten sind überflüssig. Sie stellen ein Problem für unsere Umwelt dar. Sie sind nämlich schädlich für Tiere und letztlich auch für den Menschen. Denn Plastiktüten verrotten nicht. Sie zersetzen sich über einen langen Zeitraum zu Mikroplastik, sie gelangen auch ins Meer, sammeln sich in großen Plastikmüllteppichen und können über Fische in unsere Nahrungskette gelangen. Deswegen sagen wir: Stopp! Weitere Informationen finden Sie unter „Infos“. Wir freuen uns sehr, dass Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert unser Schirmherr ist.

 

Im November 2015 haben wir 10.000 Jutebeutel für Osnabrück präsentiert. Wir bedanken uns bei den auf den Beuteln abgedruckte Partnern, die den Druck ermöglicht haben. Die ARD (Kindersendung "neuneinhalb") hat einen zehnminütigen Beitrag zu unserem Projekt und der Präsentation gesendet. Hier kann man den Beitrag in der ARD-Mediathek sehen. Auch die Neue Osnabrücker Zeitung hat berichtet.

 

Die Beutel sind ab sofort in der Großen Straße bei "The Body Shop", im "Uni-Shop" am Schloss, bei "Bewatrek" in der Dielinger Straße und in der Bar "Balou" in der Seminarstraße erhältlich. "Formsache" in der Herrenteichsstraße überrascht einige Kunden mit unseren Beuteln.  

 

Im Oktober 2015 hat uns der EU-Umweltkommissar Karmenu Vella eine Videobotschaft geschickt. Er möchte jede Osnabrückerin und jeden Osnabrücker ermutigen, an unsere Initiative teilzunehmen. Hier geht es zur Videobotschaft!

 

Wir haben das Emblem "Plastiktütenfreies Osnabrück" erstellt, mit dem wir seit Sommer 2015 plastiktütenfreie Geschäfte auszeichnen..

 

Zudem haben stadtweit an vielen Schulen Plastiktütensammelaktionen stattgefunden. Mehr als 8000 überflüssige Tüten haben wir bereits - einige haben wir per Fahrrad und mit coolen Leuten eingesammelt. Und es wird weiter gesammelt. Es gibt auch feste Sammelstationen in der Stadt, zum Beispiel in "Jonathans & Annas Laden" (Johannisstraße 88, Hier ein Bericht), bei Bewatrek und im Forum am Dom. Aus allen Plastiktüten werden wir mit Hilfe einiger Partner dauerhaft haltbare "Osnabrück-Taschen" herstellen. Zuvor haben wir noch einmal aus allen Plastiktüten lange Ketten gemacht, die wir am 13. Juni 2015 um die Bischöfliche Kanzlei gewickelt haben - natürlich, um Aufmerksamkeit für unser Projekt zu schaffen. Hier ein Vorbericht.

 

Schon Ende 2014 haben wir gemeinsam mit der Tanzschule Hull 1000 Jutebeutel hergestellt und unters Volk gebracht (Infos hier). Weitere 1000 Jutebeutel haben wir in einer Kooperation mit der Bürgerstiftung Osnabrück bzw. Vordemberge-Gildewart-Initiative produziert (Infos hier).

 

Unser Projekt hatte im Oktober 2014 einen fulminanten Startschuss: Bericht von der Auftaktveranstaltung im Rahmen der Jugend-Kultur-Tage 2014

 

 

 

1000 Jutebeutel hat uns die Tanzschule Hull im November 2014 spendiert. Gemeinsam mit Tanz-Weltmeister Michael Hull haben wir die ersten Beutel, die mit einem von uns entworfenen Motiv bedruckt wurden, in der Innenstadt gegen Plastiktüten getauscht. Aus diesen wollen wir demnächst in Kooperation mit der Hochschule Osnabrück eine dauerhaft haltbare "Osnabrück-Tasche" machen. Hier geht es zu Medienberichten (bitte klicken).

 

 

UNSER KONZEPT:


ZIEL:

Wir wollen Osnabrück zur plastiktütenfreien Stadt machen1. Das bedeutet: Es sollen keine neuen Plastiktüten mehr verkauft bzw. herausgegeben werden. Alte Plastiktüten sollen entweder lange und effektiv genutzt oder kreativ verwendet (recycelt) werden, z.B. in Form von Taschen, Kleidung oder Kunstwerken.2Wir verlangen, dass für Einkäufe in Osnabrück Jute-Beutel, Körbe, Rucksäcke, Papiertüten oder - zumindest vorübergehend - alte Plastiktüten verwendet werden. Wir wollen, dass bis Ende 2015 ein Großteil an Plastiktüten aus Osnabrück verschwunden ist. Wir wollen, dass Osnabrück bis Ende 2017 plastiktütenfrei ist. Die Stadt Osnabrück könnte somit eine klimafreundliche Vorreiterrolle in Deutschland übernehmen. Als globales Vorbild gilt Ruanda. Dort sind Plastiktüten seit gut fünf Jahren nicht mehr erlaubt. Bei der Einreise in das afrikanische Land finden Gepäckkontrollen statt, bei denen Plastiktüten eingesammelt werden.3

 

 

BEGRÜNDUNG:

Plastiktüten schaden der Umwelt und langfristig der Gesundheit.4,5 Produkte aus Plastik enthalten oft sogenannte Weichmacher.6 Plastikmüll verrottet nicht, sondern zersetzt sich nur in kleine Teile. Diese sogenannten mikroplastischen Teile7 befinden sich in Gewässern und im Trinkwasser. Durch die Nahrungskette landet dieser Müll auch auf unserem Teller. Plastiktüten schwimmen (ebenso wie anderer Plastikmüll) mittlerweile als große Teppiche auf den Ozeanen. In ihnen verenden etliche Tiere. Die Produktion und Verwendung von Plastiktüten ist aufgrund von Alternativen schlichtweg überflüssig.

 

 

UNTERSTÜTZUNG:

Schirmherr von „Plastiktütenfreies Osnabrück“ ist Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Hinzu kommen diverse Unterstützer und Partner (siehe "Unterstützer").

 

 

1 Das Umweltbundesamt hat kürzlich den „Dialog zu Einweg-Tragetaschen“ ausgerufen (http://www.umweltbundesamt.de/themen/dialog-zu-einweg-tragetaschen). Auf der UBA-Webseite heißt es: „Das Umweltbundesamt will mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sowie Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden diskutieren, wie sich die Situation in Deutschland darstellt und welche Maßnahmen am besten geeignet sind, um den Verbrauch von Einweg-Tragetaschen aus Kunststoff, aber auch aus Papier einzudämmen.“

2 Kreatives aus Plastiktüten zeigen u.a. diese Internetseiten: http://seicreativ.de/hakeln/garn-aus-plastiktueten-machen/, http://www.helpster.de/taschen-aus-plastiktueten-basteln-so-recyceln-sie-kreativ_59304

3 Bericht von tagesschau.de am 4. November 2013: http://www.tagesschau.de/ausland/ruanda156.html (Auch ARD-Weltspiegel vom 8.12.2014: http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/wdr/131208-weltspiegel-110.html

4 Große Plastikteile, die in den Weltmeeren schwimmen, sind für den Tod von unzähligen Vögeln und Wassertieren verantwortlich. Aber sie enthalten noch ein anderes großes Problem: Mikroplastik. Mikroplastik entsteht, wenn die großen Plastikteile nach langer Zeit zerfallen. In jedem Fisch und in jeder Auster aus dem Meer finden sich mehr oder weniger viele Mikroplastikteilchen, die einer Größe im Mikrometer- bis zum Nanometerbereich entsprechen.

5 Der Wissenschaftler Frederick vom Saal von der University of Missouri-Columbia, eine Studie der Harvard School of Public Health sowie die Umweltschutzorganisation Plasticontrol stellten fest, dass Plastik auch Bisphenol A (BPA) enthält, das unter anderem Unfruchtbarkeit, Diabetes, Fettleibigkeit und Schädigungen des zentralen Nervensystems auslöst.

6 Ein Vergleich von Dr. Holger Koch, Lebensmittelchemiker am Institut für Präventionen und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherungen an der Ruhr-Universität-Bochum, hat ergeben, dass 200 von 600 Weichmachern als gesundheitlich besonders bedenklich gelten. Diese Chemikalien machen Plastik weicher, flexibler, geschmeidiger. Diese Stoffe kommen nicht nur in Plastiktüten vor, sondern auch in Verpackungen unserer Lebensmittel. Phthalate, giftige Chemikalien, die sich in Kosmetika und Verpackungen befinden können, haben eine hormonähnliche Wirkung, können zu Unfruchtbarkeit führen, Asthma und Allergien auslösen und Unkonzentriertheit fördern.

7 Mikroplastik wird von der Industrie u.a. in Zahnpasta und Shampoos eingesetzt.